

Altmodische Dorfkneipe, Seepanorama-Bistro oder doch Frauen-Begegnungszentrum? Die Diskussion um die Erschließung eines Seegrundstücks schlägt bei der Laienspielgruppe in Ostenland auf der Theaterbühne hohe Wellen.
Wenn sich der Premierenvorhang zum Stück: „Cola, Cash und Kaugummi“ öffnet, dürfen sich die Zuschauer wieder auf beste komödiantische Unterhaltung auf der Ostenländer Bühne freuen.
Für das Lustspiel aus der Feder von Bernd Gombold hat der Spielleiter Josef Büser, der selbst auf über 30 Jahre Bühnenerfahrung zurückgreifen kann, seine 11 Mitspieler wieder erstklassig vorbereitet und sie fiebern der Premiere am 21.02.2015 um 20.00 Uhr entgegen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, was mit der altmodischen Dorfkneipe „Zum alten Seewirt“ geschieht, die in traumhafter Lage direkt am See des kleinen Dörfchens Schmalenbach gelegen ist.
Bürgermeister Anton Knackig (Heinz Riekschnitz) und sein unterwürfiger Stellvertreter, Johann Klemmer (Stephan Kluwe), sind fast die alleinigen Nutznießer des Sees und können da angeln und jagen, wie es ihnen gefällt. Sogar ihre Amtsgeschäfte wickeln sie täglich in der Kneipe „Zum alten Seewirt“ ab und „regieren“ das Dörfchen Schmalenbach nach Gutsherrenart von dort aus.
Mit der neuen Pächterin, Sabine Sauer (Carina Wiesing), kommt der junge, frische Wind ausgerechnet aus dem konkurrierenden Nachbarort Breitenbach. Sie möchte zusammen mit ihren Freunden (Andreas Wiesing, Nora Klimek, Florian Wiesing) ein Bistro daraus machen. Den See wollen sie touristisch erschließen und attraktiver machen. Das passt dem Anton natürlich überhaupt nicht.
Ganz andere Pläne verfolgt die örtliche „Liga zum Erhalt von Anstand und Sitte“, bestehend aus der Gattin des Bürgermeisters (Mareike Steils), der Frau des Stellvertreters (Barbara Schadwinkel), der Sekretärin (Cornelia Sasse) und der Gemeinderätin (Michaela Holstein). Sie wollen aus der Gastwirtschaft ein Frauen-Begegnungszentrum mit Yoga und Sinnespfad machen.
Zwischen die erhärteten Fronten gerät unversehens der gemütliche Gemeindearbeiter Peter Schnell (Markus Sandbothe), den der selbstherrliche Bürgermeister kurzerhand als Ersatz-Wirt einsetzt.
Die Pächterin Sabine will aber ihren Traum von der „Wakeboardanlage mit Seepanorama-Bistro und Sandstrand“ so schnell nicht aufgeben, auch wenn der Bürgermeister das ganze Konzept als „Hirngespinst“ und „amerikanischen Firlefanz“ abtut.
Plötzlich tauchen ein amerikanischer Filmproduzent und eine zickige Filmdiva auf, um am See eine Fernsehserie zu drehen.
Bei der Aussicht auf Ruhm, Reichtum und eine Filmrolle vergisst Anton ganz schnell seine Abneigung gegen „Cola, Cash und Kaugummi“ und lässt sich zu den unmöglichsten Zugeständnissen hinreißen, die natürlich nicht ohne Folgen bleiben….
Die Gesamtleitung, Bühnenbau und Technik liegen wieder in den bewährten Händen von Stefan Berenspöhler, dem ersten Vorsitzenden der Laienspielgruppe Ostenland. Sein Sohn Dominik führt die Spieler in diesem Jahr als Souffleur sicher durch ihre Textpassagen.
Als neue Mitspielerin begrüßt das Spieler-Ensemble Mareike Steils, die in ihrer Rolle als Bürgermeister-Gattin ihre Premiere auf der Bühne hat.
Da die Karten erfahrungsgemäß zum Ende der Spielzeit immer sehr schnell vergriffen sind, empfiehlt die Spielgruppe eine rechtzeitige Vorbestellung bei der Familie Hoffmann unter der Rufnummer 05250-6420.